Das bin ich

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Foto: Daniela Gille/LWH Lingen

Wer ich bin?
Ein 1975 geborener Mann, der kurz nach der Hälfte seiner bisherigen Lebenslaufbahn viele Korrekturen vorgenommen hat. Die Karriere als Führungskraft bewusst beendet, den Empathie-Modus ganz neu in sich entdeckt, sich nochmal neu erfunden, im Brotberuf und im Leben – und seither als Trauerbegleiter aktiv sowie als Dozent, Vortragender und noch ganz viel mehr.

Warum ich Trauerbegleiter geworden bin?
Weil das Leben mir so viele Puzzleteile vor die Füße geschmissen hat, die sich erst später zu einem größeren Gesamtbild gefügt haben. Und immer ein Stück vom Tod mit dabei. Unsere Mitschülerin Melanie, in der fünften Klasse vom Bus überfahren; Freunde mit Krebserkrankungen, alle überstanden, trotzdem das Thema Endlichkeit im Raum; meine viel zu früh gestorbene Mutter; die Unsicherheiten allerorten – und als sich das Bild klarer zusammenfügte, war mir klar: Da möchte ich sprachfähiger werden. Genau bei dem Thema.

Wo Ihr mich finden könnt?
Wenn ich gerade nicht aus meinen Büchern vorlese, eine Begleitung absolviere, als Dozent unterwegs bin oder anderweitig Geld verdiene, dann: Auf einem Rockkonzert, in einem Theater, in einer Kunstgalerie, in einer Bücherei; im Kino, überall dort, wo Kultur stattfindet. Oder unterwegs mit meiner Tochter oder meiner Familie in Deutschland und der Welt. Am liebsten am Meer.

Mein Lebensmotto?
Wer den Tod stets vor Augen hat, für den wird jedes Jetzt zum Geschenk. Also kein größeres Geschenk auf der Welt als der Tod.

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